Macht Olympia-Sponsoring noch Sinn?
Viele führende Wirtschaftsunternehmen stecken viel Geld in das Sponsoring der Olympischen Spiele. Teilweise sind es Sportartikelhersteller, teilweise Firmen, die viel Umsatz im chinesischen Markt machen. Dazu dann noch global agierende Firmen wie McDonalds oder CocaCola, die bei jeder Großveranstaltung dabei sind. Aber auch in Deutschland schmückt sich so manches Produkt zu gerne mit den Olympischen Ringen. Über eine Millarde Dollar wird die Summe der Sponsorengelder geschätzt, die an das Organisationskomitee für die Olympischen Spiele in Peking fliesst. Ein Boykott der Spiele wäre für alle diese Firmen ein GAU.
Mittlerweile dürfte sich aber für manche Firma langsam die Frage stellen, ob man mit einem Engagement bei Olympia nicht das Gegenteil von dem erreicht, was man ursprünglich wollte. Ich erinnere mich mal nur an die Dopingskandale im Radsport zurück. Wie schnell kam da eine Telekom, der Uhrenhersteller Festina oder der IT-Dienstleister CSC in Verruf. Sicherlich kann es sich kein Großkonzern leisten, von heute auf morgen seine Koffer in China zu packen. Zu stark sind die wirtschaftlichen Verflechtungen, zu bedeutend der Umsatz. Trotzdem werden auch sie immer mehr vom schlechten Image der Chinesen abbekommen. Und wenn noch mehr Nachrichten über Gewalt und Staatsterror nach Europa dringen, wird man sich auch bei den Olympiasponsoren überlegen müssen, ob man damit in Verbindung gebracht werden möchte.
