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	<title>China-Watchblog &#187; Dalai Lama</title>
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	<description>Eine Diktatur unter Beobachtung</description>
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		<title>Schei&#223; Dalai Lama?</title>
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		<pubDate>Mon, 19 May 2008 15:07:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>StoiBär</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Tibet]]></category>
		<category><![CDATA[Dalai Lama]]></category>
		<category><![CDATA[Kurt Beck]]></category>

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		<description><![CDATA[Man kann ja vom Besuch des Dalai Lama halten, was man mag. Man kann es sinnvoll oder sch&#228;dlich halten, wenn sich f&#252;hrende deutsche Politiker mit ihm treffen. Der Weg der stillen Diplomatie mag genauso seine Daseinsberechtigung haben, wie der offene Protest gegen das menschenrechtsverletzende Regime in Peking. Dass einer konservativ und wirtschaftsfreundlich gef&#252;hrten Regierung die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man kann ja vom Besuch des Dalai Lama halten, was man mag. Man kann es sinnvoll oder sch&#228;dlich halten, wenn sich f&#252;hrende deutsche Politiker mit ihm treffen. Der Weg der stillen Diplomatie mag genauso seine Daseinsberechtigung haben, wie der offene Protest gegen das menschenrechtsverletzende Regime in Peking. Dass einer konservativ und wirtschaftsfreundlich gef&#252;hrten Regierung die Beziehungen zu China wichtiger sind als Menschenrechte in Tibet, ist auch kein gro&#223;es Geheimnis. Nach der Schelte, die Fr. Merkel beim letzten Empfang des Dalai Lama aus dem Land der Mitte bekam, hatte sie diesmal das Gl&#252;ck, <a href="http://www.chinawatchblog.de/wenn-es-nur-immer-so-einfach-ware.html" target="_blank">eine gute Ausrede</a> zu haben. Klar k&#246;nnte man jetzt auch fragen, was sie in S&#252;damerika zu suchen hatte und warum sie einmal mehr nicht den zust&#228;ndigen Aussenminister schickte. Da m&#246;gen wohl eher parteipolitische Gr&#252;nde den Ausschlag gegeben haben, aber das ist ein anderes Thema. Auch bin ich der Meinung, dass man den Dalai Lama sehr wohl empfangen kann, wenn sogar die chinesische F&#252;hrung wieder mit dessen Vertreter verhandelt.</p>
<p>Frau Merkel war also entschuldigt und trotzdem w&#228;re es ihre Aufgabe gewesen, in der &#214;ffentlichkeit einmal deutlich Stellung zu beziehen. Scheinbar gab es aber in der Koaliton eine halbseidene Absprache, den Dalai Lama nicht zu empfangen. Und so war die Taktik wohl aussitzen und zu warten, bis der Besuch vorbei ist. Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul von der SPD hat das aber scheinbar niemand rechtzeitig mitgeteilt und so hat sie dem Dalai Lama in seinem Hotel einen Besuch abgestattet. Und was darauf dann als Reaktion kam, ist eigentlich nur noch peinlich. Als n&#228;mlich <strong>Kurt Beck</strong> meinte, <strong>&#8220;der Schei&#223; war nicht mehr r&#252;ckg&#228;ngig zu machen&#8221;, </strong>war das mehr als besch&#228;mend f&#252;r jemanden, der seine Partei als Kanzlerkandidat in die n&#228;chste Bundestagswahl f&#252;hren m&#246;chte. Von jemanden in seiner Positionen w&#252;rde man ein wenig mehr Anstand und Respekt erwarten. Und wenn er <a href="http://www.welt.de/politik/article2005876/Kurt_Beck_ist_empoert_ueber_Treffen_mit_Dalai_Lama.html" target="_blank">dadurch seine eigene Partei    erneut in die Defensive gedr&#228;ngt sieht</a>, bin ich mal gespannt, was wir in Zukunft noch h&#246;ren werden, wenn mal wieder etwas gerade nicht in den Wahlkampf passt.</p>
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		<title>Wenn es nur immer so einfach w&#228;re</title>
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		<pubDate>Wed, 14 May 2008 15:09:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>StoiBär</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tibet]]></category>
		<category><![CDATA[Dalai Lama]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei seinem letzten Besuch wurde der <strong>Dalai Lama</strong> von unserer Bundeskanzlerin empfangen und anschlie&#223;end gab es gr&#246;&#223;tensteils Zustimmung aus allen politischen Lagern. Die chinesische F&#252;hrung war dar&#252;ber allerdings gar nicht amused und die F&#252;hrer der deutschen Wirtschaft d&#252;rfte es auch nicht so recht gepasst haben. Das war noch, bevor die Tibetkrise eskaliert ist und im Nachhinein meinte so mancher Politiker, mit stiller Diplomatie w&#252;rde man weiterkommen als mit &#8220;Provokationen&#8221;. Andererseits k&#246;nnte Frau Merkel durch solche Aktionen ein Zeichen f&#252;r die Menschenrechte setzen. Es allen recht zu machen, ist da nat&#252;rlich unm&#246;glich.</p>
<p>Der deutschen Wirtschaft hat es bisher noch nicht geschadet, aber nat&#252;rlich wird immer gleich gewarnt, dass man es sich mit den Chinesen nicht verscherzen d&#252;rfe. Die Franzosen hat es schlie&#223;lich schon ein klein wenig erwischt. Nach der Ank&#252;ndigung von Nicolas Sarkozy, die Er&#246;ffnungsfeier in Peking zu boykottieren, wurden gleich mal  ein paar Superm&#228;rkte von Carrefour gest&#252;rmt und zum Boykott franz&#246;sischer Produkte aufgerufen.</p>
<p>Morgen kommt der Dalai Lama also wieder nach Deutschland und Frau Merkel w&#228;re da in Erkl&#228;rungsnot gegen&#252;ber der einen oder anderen Seite gekommen, h&#228;tte sie ihn empfangen (oder eben nicht). Aber wie passend, wenn man  eine gute Ausrede hat. So eine lang geplante Lateinamerika-Reise ist da nat&#252;rlich ideal. Man ist aus der Bredouille und schiebt den schwarzen Peter einfach weiter. Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier empf&#228;ngt den Dalai Lama nun seinerseits auch nicht und muss daf&#252;r gleich aus der <a href="http://www.br-online.de/imperia/md/audio/podcast/import/2008_05/2008_05_14_08_17_34_podcastradiowelttel_rolandkoch_a.mp3" target="_blank">zweiten</a> und <a href="http://www.br-online.de/imperia/md/audio/podcast/import/2008_05/2008_05_13_18_03_59_podcastradiowelttelefon_ruprec_a.mp3" target="_blank">dritten</a> Reihe der CDU Kritik einstecken. Nun kann ich mir aber kaum vorstellen, dass sich Chefdiplomat Steinmeier nicht mit der Kanzlerin abgesprochen hat. Die Entscheidung, dass diesmal kein hochrangiger Politiker den Dalai Lama empf&#228;ngt, d&#252;rfte schon einvernehmlich getroffen worden sein.</p>
<p>So treffen wohl nur ein paar unbedeutende Politiker den geistigen F&#252;hrer Tibets und Frau Merkel braucht sich weder bei der deutschen Opposition, noch bei den Chinesen zu rechtfertigen. Der Dalai Lama ist trotzdem dick in unserer Presse vertreten und alles bleibt wohl wie zuvor: Die Kanzlerin hebt ab und zu alibim&#228;&#223;ig den Zeigefinger in Richtung China um ihn dann gleich wieder hinter dem R&#252;cken zu verstecken. Sie sitzt aus und freut sich insgeheim nur, dass die Wirtschaftsbeziehungen brummen.</p>
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