Eine Frage des Gewissens?
Ich möchte hier noch einmal auf das Thema “Olympiaboykott” durch die deutschen Sportler etwas intensiver eingehen. Eben habe ich bei faz.net den Beitrag “Olympia in Handschellen” gelesen, in dem deutsche Spitzensportler ankündigen, während der olympischen Spiele mit einem blau-grünen Silikonbändchen mit dem Slogan “Sport for human rights” anzutreten, um so ihren Protest zu zeigen.
Da während der olympischen Spiele generell jegliche politische Propaganda untersagt ist, wollen die Sportler den Protest nicht auf die Menschenrechtsverletzungen in Tibet im Speziellen, sondern auf die Achtung der Menschenrechte und der Pressefreiheit im Allgemeinen beziehen.
Und genau hier besteht der Knackpunkt bezüglich eines Pro oder Contra Olympiaboykott. Die an der Spitze des Protestes stehenden Sportler konkretisieren den Standpunkt, dass das Vorgehen Chinas in Tibet absolut menschenverachtend ist, wünschen aber auf der anderen Seite keinem Sportler, den Traum von einer Teilnahme an den olympischen Spielen nicht verwirklichen zu können. Die Frage ist doch, was wirklich passieren muss, um diesen Traum zu opfern und ein wirkliches Zeichen zu setzen. Wieviel Menschen müssen sterben, wieviel Aufstände durch China niedergeschlagen werden, damit man endgültig sagt, das war zuviel? Ist dies wirklich ein Rechenspiel?
Auf der einen Seite habe ich absolutes Verständnis für die Sportler. Das tägliche Training, die jahrelange Vorbereitung auf genau diesen einen Termin, die Vorfreude, der Traum einer Olympiateilnahme, evtl. ein Sieg…. (Ich habe auch in der ehemaligen DDR sechs Jahre lang Leistungssport betrieben und kann die Quälerei im Training sehr gut nachvollziehen, ebenso die Freude auf DAS große Ereignis.)
Auf der anderen Seite die Toten, das menschenverachtende Vorgehen Chinas gegen die Mönche (und nicht nur diese) in Tibet. Generell der Umgang Chinas mit nach Freiheit, Unabhängigkeit und Demokratie strebenden Menschen (es sei hier auch wieder an die blutige Niederschlagung der Proteste auf dem Platz des Himmlischen Friedens 1989 gedacht, als die chinesische Armee die chinesische Demokratiebewegung brutal niederschlug).
Dazwischen stehen die Spiele. Was tun, um Protest auszudrücken? Die Eröffnungsveranstaltung boykottieren? Die Spiele komplett boykottieren? Ein Fernsehboykott der Zuschauer? Zeichen währende der Spiele (wie die blau-grünen Silikonbändchen) als sichtbares Zeichen des Protestes? Gar nichts tun, um die Spiele nicht zu gefährenden und China nicht zu verärgern?
Ich glaube, dass muss hier doch jeder Sportler (und auch Fernsehzuschauer) mit sich selbst ausmachen. Meine erste (ganz kleine Entscheidung) ist jedoch, das bei mir – egal wer nun alles teilnimmt oder nicht – der Fernseher zumindest aus bleibt.

März 31st, 2008 at 10:08
Sehe ich ähnlich. Ein Bändchen halt eich für lächerlich – in meinen Augen eher ein Alibiprotest a la “seht her, ich protestiere” – ohen wirklich etwa szu riskieren.
ich hoffe und glaube, dass es während der spiele einen deutlicheren protest geben wird – auch gerade von den aktiven – z.b. ein transparent während der siegerehrung auf dem treppchen. das wär’ doch was …
März 31st, 2008 at 11:05
Chico Mendez starb für den Regenwald, Martin Luther King für seine Friedensidee, Gandhi stürzte mit der gleichen Gewaltlosigkeit, die auch der Dalai Lama fordert, die britische Herrschaft. Wenn heute jemand die Menschen weltweit beeinflussen kann, dann doch der Sport? Würde ein gemeinschaftlicher Boykott und ein eventueller Erfolg für das Volk Tibet nicht viel mehr Ruhm und Ehre bringen als eine Medallie?
März 31st, 2008 at 12:10
Kein Sportler wird freiwillig auf eine Teilnahme verzichten. Ein Boykott der Eröffnungsfeier wäre da aber ein Zeichen. Bändchen sind lächerlich.
März 31st, 2008 at 13:15
Ich halte es schon für sehr viel verlangt, daß nun die Athleten entscheiden sollen, ob ob sie teilnehmen oder nicht – und damit möglicherweise auch über ihre berufliche Zukunft entscheiden. Denn in so einer Sportlerkarriere macht sich eine Olympiamedaille dann doch besser als ein ehrenvoller und moralischer Boykott.
Daß man die Spiele überhaupt an das bekanntermaßen diktatorische China vergeben hat, ist der Sündenfall des IOC, der es nun endlich einholt. Ich sehe keinen Grund, warum das nun die Sportler wieder geraderücken sollen.
Gar so sinnlos finde ich die Bändchen übrigens nicht. Die kann man nicht aus jedem Bild rauszensieren und dann werden die chinesischen Medien und Behörden ihren Bürgern irgendwie erklären müssen, was das nun zu bedeuten hat.
März 31st, 2008 at 14:10
Bändchen sind lächerlich? Stimmt! Aber es ist natürlich weit sinnvoller den Fernseher auszulassen! Davor zittern die Chinesen *uuaahh* Aber wenns ein gutes Gefühl gibt…. Immerhin kann man dann Abends am Stammtisch mit seinem politischen und humanitären Interesse beeindrucken!
“Toller Wettkampf heute!”, “Wirklich! Und so knapp!”, “Hab ich nicht gesehen. Ich protestieren nämlich für/gegen eine Sache, die ich nicht mal ansatzweise verstanden habe, 8000km entfernt, in einem Land, dass ich nicht mal ansatzweise verstehe, von dem ich aber aus der Zeitung weiss, dass ich es verurteilen soll!”
*lol*
März 31st, 2008 at 15:00
@Livningchina: Interessante Meinung, aber was mich viel mehr interessieren würde, sind Deine Ideen. Kritik ist wichtig, aber Kritik ohne Gegenvorschläge wertlos. Und Parolen wie “Abends am Stammtisch” noch wertloser…
VG,
Torsten
März 31st, 2008 at 15:09
Natürlich zittern die Chinesen nicht vor Bändchen oder Fernsehboykott. Wohl zittert aber die deutsche Werbewirtschaft vor einem schlechtem Image.
Jede Diskusssion ist richtig und wichtig, ob am Stammtisch, im TV oder im Bundestag. Wenn wir alle so tun, als wäre nichts passiert, ist nur den Diktatoren in Peking geholfen.
März 31st, 2008 at 15:35
Vor welchem schlechten Image wird gezittert? Vor dem Chinas? Das kann es nicht sein, da die deutsche Wirtschaft wohl beste und feste Beziehungen geknüpft hat, und das nicht erst seit bekannnt ist, dass es Olympische Spiele in Peking geben wird, was im Frühjahr 2001 beschlossen worden ist.
Man zittert also vor einem schlechten Image, wenn die eigene Marke im Umfeld Olympias beworben wird. Recht so! Hier sollte mal der Fokus auf die detusche Wirtschaft gelenkt werden, die in China produzieren lässt, ausbeuten lässt, plagiatieren lässt, Umwelt vernichten lässt. Das schlechte Image braucht man also nicht hervorzaubern, auch nicht das schlechte Gewissen. Beide sind längst da; vor Ort und in den eigenen Köpfen.
Wer profitiert also von den Spielen in Peking? Die Industrie und die Machthaber in Peking. Wohl kaum Olympia oder die Sportler. Nur werden sie den Prozess nicht stoppen können. Die Athelten sin dnicht herr der Ringe und nicht Herren des Verfahrens, ob Olympia boykottiert wird oder nicht. Ihre Rolle ist die der Marionetten. Sie können aber kreativ sein, ihren Protest zu zeigen. Und das kann spannend für uns werden und peinlich für die Machthaber in Peking. Nicht für die Chinesen als solche. Für sie wird es auch spannend; so oder so.
März 31st, 2008 at 17:18
@Thorsten: Meine Ideen….Gute Frage. Wenn es um das chinesische Gesicht geht, – und genau darum geht es in der Diskussion ob und inwieweit man sich als Aussenstehender in die Tibetfrage einmischt – ist guter Rat wohl teuer. Ich bilde mir nicht ein, die Chinesen zu verstehen, aber ich weiss, dass die Holzhammermethode a la Roland Koch nicht hilft. Beijing sieht Tibet als internes Problem und lässt als solches ausländische Ratschläge nicht gelten. Das einzige was hier Anklang findet sind Äusserungen, die fordern die olympischen Spiele und die Innenpolitik zu trennen. Und hier muss ich zumindest teilweise Anerkennen, dass die olympischen Spiele keine UN-Konferenz zum Thema Menschenrechte in China sind, sondern in erster Linie ein sportlicher Wettkampf.
Natürlich war es ein Griff ins Klo ausländische Journalisten der Region zu verweisen, keiner bezweifelt, dass Beijing hart auf die Proteste reagiert hat. Auch Hi Jintao ist kein unbeschriebenes Blatt, was Tibet angeht, aber durch den blinden Aktionismus einiger westlicher Politiker hat man die Situation eher verschärft, als entspannt. Mit den vorschnellen Forderungen die olympischen Spiele zu boykottieren und den öffentlichen Anprangerungen durch Politiker, die weder China noch die Situation wirklich verstehen, hat man die Lage nur noch hochgeschaukelt.
Ich glaube nicht eine Lösung für die Situation zu kennen, aber ich weiß, das China Tibet nicht in die Unabhängigkeit entlassen wird, dafür steht zu viel auf dem Spiel. Und nach Gesprächen mit einigen Chinesen, glaube ich verstanden zu haben, dass weder der Aufbau von internationalem Druck, noch die Gespräche westlicher Politiker mit dem Dalai Lhama den Tibetern in irgendeiner Weise nützen werden. Solange der Westen versucht eine Drohkulisse aufzubauen wird sich hier nichts tun. Im Gegenteil man wird nur noch entschlossener daran arbeiten die Spiele “sicherzustellen”. Beijing wird sich in dieser Frage nicht vorschreiben lassen, was zu tun ist.
Was zu tun ist, kann ich nicht sagen, zumal ich das Ziel nicht kenne. Was soll das Ziel einer westlich politischen Maßname sein? Die Unabhängigkeit Tibets? Weder realistisch noch im jetzigen Zustand sinnvoll. Destabilisation Chinas? Nicht wirklich. Eine mehr und mehr selbstständige Verwaltung Tibets? Schon eher. Bleibt die Frage, wie westliche Länder politisch reagieren sollen. Meiner Meinung nach am ehesten mit subtilen Signalen. Ein völliger Boykott der Spiele macht weder Sinn noch wären die Sportler einverstanden. Auch ein Boykott der Eröffnungsfeier wäre meiner Meinung nach ein Signal, was die Chinesich-Deutschen Beziehungen nachhaltig vergiften würde, vermutlich noch dramatischer als der (meiner Meinung nach unüberlegte – sprich völlig bescheuerte) unangekündigte Dalai Lhama-Empfang Kanzlerin Merkels es je gekonnt hätte. Meiner Meinung nach würde es politisch den gleichen Effekt erziehlen, Vizekanzler Steinmeier zur Eröffnung zu schicken. Die chinesische Wahrnehmung protokolarischer Feinheiten ist sehr sensibel und ich denke, dass ein solches Vorgehen auf der einen Seite ein sehr deutliches Signal nach Beijing senden würde, und auf der anderen Seite nicht verletzend genug wäre eine aussenpolitische Eiszeit zu beschwören. Die Reaktionen der deutschen Wirtschaft, als Frankreichs Präsident Sarkozy kofferweise mit Großaufträgen aus China wiederkam waren bemerkenswert, und ich denke sie würden noch sehr viel bemerkenswerter ausfallen, wenn man in Berlin auf eine Teilnahme an der Eröffnungsveranstaltung völlig verzichten würde.
Wie gesagt: eine einfache Antwort auf diese Frage gibt es meiner Meinung nach nicht. Natürlich wäre es einfach der allgemeinen unqualifizierten Meinung zu folgen und China unter Generalverdacht zu stellen. Das würde aber weder der Situation in Tibet gerecht, noch würde es den Tibetern helfen. Zu guter Letzt – und auch wenn es hart klingt, aber dieser Punkt spielt auch in Deutschland eine Rolle – würde es die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und China nachhaltig verderben. Moralisch schwierig, aber auch Deutschland ist kein Land, dass ohne gute wirtschaftliche Kontakte auskommt, weder zu den USA, noch zu China.
März 31st, 2008 at 19:56
Ein Boykott würde nichts bringen. Die Chinesen lassen sich nicht davon abschrecken, wenn ein paar Sportler zu hause bleiben. Viele Sportler sind aber auch darauf angewiesen. Sie kassieren Fördergelder und haben Sponsoren. Sie müssen dahin wollen.
Ich seher eine Chance des Protestes, wenn man vor Ort bei den Spielen vor den Kamereas unter seinem Leiberl ein T-Shirt oder sowas hochblitzen lässt. Da ist dann ein Symbol (z.b. die Handschellen) – möglicheweise danach auch ausgewiesen wird. Umso größer die Aufmerksamkeit…
April 1st, 2008 at 01:26
@satya: seh ich auch so!
April 1st, 2008 at 10:35
17) Wang Miaogen
Wang, a manual worker in Shanghai at the time of the May 1989 pro-democracy movement, was a leading member of the Shanghai Workers Autonomous Federation which was formed that month. Detained shortly after the June 4, 1989 government crackdown, Wang then spent two and a half years in untried police detention undergoing “re-education through labour” on account of his involvement in the banned workers’ group. In April 1993, after he committed an act of self-mutilation in front of a Shanghai police station in public protest against having recently been severely beaten up by the police, he was redetained and then forcibly committed to the Shanghai Ankang Mental Hospital, a facility run by the Public Security Bureau to detain and treat dangerously mentally ill criminals. Wang has been held incommunicado at the Shanghai Ankang now for more than 12 years.
…………………………………………………………………………………………….[2.5 years + 12 Years' ongoing incommunicado detention]
Es gibt eine Bezeichnung für die Olympischen Spiele:
pane et circensis, Brot und Spiele.
Solange der Sport mit Doping verseucht ist, ist jeder Idiot der mitmacht oder gafft mitschuldig. Und was China im Bereich des Panschens und Fälschens treibt, dürfte auch Weltspitze sein. Aus diesem Grunde gab es einmal die Spartakiade und den Arbeitersport. Lange vergessen?
L.
April 1st, 2008 at 14:00
Die gleichen Sportler, die als Belohnung für ihr jahrelanges Training auch in China antreten, weil das vielleicht ein einmaliges Ereignis ist, nehmen in Deutschland oder sonstwo an Lichterketten und Mahnwachen teil, um dafür zu demonstrieren, dass sich sowas wie das Dritte Reich kein zweites Mal ereignet.
Dass sie selbst genau jetzt die Möglichkeit haben, Flagge zu zeigen, scheint nur wenigen bewusst. Bei Olympia selbst dürfen sie es nicht, weder seitens der Olympia-Statuten noch seitens der chinesischen Diktatur.
Bleibt zu hoffen, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist. Feigheit wird derzeit sehr schön veranschaulicht. Oder ist es weniger die Feigheit und vielmehr der schnöde Mammon, da China ja eine aufstrebende Wirtschaftsmacht mit ungeheurer Kaufkraft ist?!
April 1st, 2008 at 16:57
Bewußt wird es ihnen schon sein. Aber was bringt die moralisch richtige Geste, wenn der Konkurrent teilnimmt, einen guten Platz erringt und dann in Zukunft einen Erfolg mehr vorzuweisen hat?
April 1st, 2008 at 18:03
>>Es gibt eine Bezeichnung für die Olympischen Spiele: pane et circensis, Brot und Spiele.
pane et circensis….wenn ich mich nicht ganz irre kommt das aus dem Lateinischen….die olympischen Spiele kommen aus Griechenland…ach’ne du hast bestimmt recht…antik ist antik. Alles der gleiche Senf…..
Also wenn Klugscheißen, dann bitteschön richtig. Setzen, 6.
April 1st, 2008 at 20:30
Na, wenn das mal nicht ins eigene Bein geht mit dem Klugscheißen? Brot und Spiele ist ein Begriff, der im alten Rom geprägt wurde und die Funktion solcher events charakterisiert. Ob nun flüssiges Brot oder der Kitzel, den die “Gladiatoren” dem Volk bieten sollten, er diente dazu das Volk zu verblöden. Nichts anderes ist der Quatsch der olympischen Spiele. Friedensschalmeien blasen und gleichzeit Blut fließen lassen, verlogener geht es nicht. Dann noch obendrein Dopen, daß Olympia wackelt. Das soll Sport sein, pfui Deibel. Und wenn es nicht EPO ist, dann ist es der Mammon. Ich hoffe der Dopingprofessor läßt diesen Scheiß kräftig hochgehen in Do/Peking.
L.
April 1st, 2008 at 22:57
Die olympischen Spiele aus Griechenland fanden zu römischer Zeit noch statt, da waren es wohl schon nicht mehr echten Ideale, und sie finden zu moderner Zeit statt …
April 2nd, 2008 at 02:34
Es gab bekanntlich den Aufstand der Sklaven in Sparta. Nach dem ist die Spartakiade, Arbeitersportfestspiele, benannt worden im Gegensatz zu der Olympiade. Dann gab es den Spartakusbund, Vorläufer der KPD mit Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg, die wegen der Gründung der KPD 1919 ermordet wurden. Man hat sich schon immer gegen den olympischen Betrug zu wehren gewußt. Arbeitersport hieß gesundheitliche Ertüchtigung und nicht Ruinieren der Gesundheit durch Sport. Der Grundsatz mens sana in corpore sano, gesunder Geist im gesunden Körper hat herzlich wenig mit dem olympischen Geist zu tun, das müssen sich die Sportler fragen lassen. Den größte Betrug in diesem Lande haben wir mit der DDR und seinen Doping-Jüngern wie U., Z. oder O. erlebt, die außer Chemiefabrik nichts konnten, aber den Operettenstaat DDR hochjubelten. Nichts anderes findet in China statt.
Schande!
L.
April 2nd, 2008 at 16:13
[...] Für Boykott: Chinawatch-Blog: Eine Frage des Gewissens [...]
April 3rd, 2008 at 16:02
In letzter Instanz wird die massive Förderung des Sports seitens des Staats immer wieder mit der Vorbildfunktion gerechtfertigt, den einzelne Sportler einnehmen. Auch ist sich sonst keiner dieser zu schade für diverse *menschliche* Dinge zu werben. Insofern also wäre es nun auch hier an der Zeit diesem Anspruch zu genügen.
April 3rd, 2008 at 18:42
Hi, habe eure recht intensive Diskussion mitverfolgt und finde auch, dass so etwas wie eine Eigeninitiative der Sportler möglich sein sollte.
Wichtig ist wohl, dass die Aktion unvorhergesehen und unerwartet geschieht. Mehr möchte ich nicht dazu sagen, außer dass ich mich auf der Aktion von “blog.rainbownet.ch” angeschlossen habe.
Nur noch ein letztes: Mein Vorschlag wäre eine Linksammlung in delicious mit dem Stichwort (Tag) “fortibet” für sämtliche Links, die sich diesem Thema annehmen, aufzubauen.
Auf meiner Blogseite steht noch ein wenig mehr dazu.
Grüße aus Berlin
April 5th, 2008 at 19:30
Olympia in China – ohne mich…
Ich werde jedenfalls die Fernsehübertragung der Spiele boykottieren sowie Produkte Made in China ebenfalls.
Das meine lieben Politiker, Funktionäre und Hochleistungssportler ist mein Beitrag zum Verhalten Chinas gegenüber den Tibetern.
China tritt…
April 12th, 2008 at 19:15
Nachdem meine Frau und ich selber Flagge zeigen wollten und eine Fahne mit den olympischen ringe als Handschellen auf unserem Dach stzen wollten, stellten wir fest, dass es eine solche Flagge nirgends zu kaufen gab. Daraufhin haben wir uns spontan entschlossen, diese nun in eigener Initiative herstellen zu lassen und zu verkaufen unter http://www.olympia-protest.de.
Also, wer ebenfalls mitmachen und Flagge zeigen will…
April 13th, 2008 at 02:58
Die chinesischen Feudalfürsten beanspuchruchen das Wegsehen von ihren Schandtaten und behaupten frech, es seien innere Angelegenheiten Chinas und die Welt würde sich ungerechtfertigt in China einmischen, China destabilisieren wollen. Als China die Türen weit aufgemacht hat für den Kapitalismus, damit die Kulis ausgesaugt werden können, da ist die Welt in Ordnung. Wenn nun diese Kulis ihr Recht fordern, da stellen sie sie an die Wand, kartätscheh sie nieder. Den Kapitalisten ist es Recht, die Profite stimmen. Doch nun wo China den Kuchen der Welt mit aufteilen will, sich an der Klauerei von Rohstofen zum Beispiel in Afrika beteiligt, zur Konkurrenz wird, da entdecken die Kapitalisten auf einmal die Menschenrechte. Seltsam. China wird zum global Player, zur gelben Gefahr, beileibe nicht weil China etwa den Völkern helfen will. nein, dort wo die chinesischen Kolonien bestehen wie Burma oder früher Kambodscha, da fließt Blut in Strömen. Ihre Ambitionen in Vietnam wurde schnell von Onkel Ho vereitelt damals, so ließen sie ihre Finger weg. Man sieht, so inner sind die chinesischen Angelegenheitenn nicht.
L.
April 22nd, 2008 at 04:11
Die immer noch gültigen Lehren von Mao in China gilt es hochzuhalten um sie besser zu verstehen. Tien An Men und jetzt Tibet sind ein Zeugnis dafür. Dort wird nun ein Volkskrieg geführt um dabei zu siegen (Mao)
Es werden dann die Widersprüche im Volke (Mao) gelöst um den berühmten Langen Marsch fortzusetzen. Getreu der Lehre von Mao “Eins telt sich in zwei”, teilt sich das Volk in Gute und Böse, China in innere und äußere Angelegenheiten. Wobei China seine Kolonien von Taiwan, Tibet, Burma, Congo, Kenia und jetzt Zimbabwe als untrennbaren Bestandteil seines Territoriums betrachtet. Dies unter der Fahne des proletarischen Internationalismus. Nur merken die Proleten in diesen Ländern nichts anderes als den Militärstiefel.
Patronen statt Reis getreu der Lehre von Mao.
L.
Mai 9th, 2008 at 20:57
Nazisportler wurden jüngst in Berlin gehuldigt. Wer etwas dagegen hat, dem wird Selbstgerechtigkeit attestiert. Weil, wie es ein Herr Volksgenosse Filbinger formulierte, was damals Recht war, kann heute nicht Unrecht sein. So einfach ist das. Darum pilgert man beruhigt nach Peking und sieht zu wie in der China-Provinz Burma 100 000e verrecken, weil dort ein Pol Pot Regime wütet. Statt China nun nicht nur wegen Tibet an den Pranger zu bringen, sondern wegen seiner Vasallen in Burma, scheut man seine Investitionen und baut die Scheuklappen an, wandelt sich durch Annäherung. Die Hilfsgüter werden schlagartig ins Land gelassen und nicht gestohlen, wenn sofort ein Embargo auf Chinesenramsch verhängt wird.
L.
Juni 11th, 2008 at 14:40
Es muß auch hier erwähnt werden, VW sponsort 6000 Volkswagen für die olympischen Spiele in Peking. Das ist die Belohnung für die erschossenen Gewerkschafter bei VW Schanghai im Jahre 1989 und den noch einsitzenden Kollegen Wang Miaogen. Lesenswert ist auch die Abhandlung des Peking-Astrologen und Rechtsanwalt Dr. Geffken im NEUEN DEUTSCHLAND vom 07.6.2008 über China, die nur so vor Blut und Lügen trieft. Gut zu wissen, die Internationale der Marx-Fälscher, geboren beim 20. Parteitag der KPdSU, hat 1989 in China aber auch in der DDR bewiesen, daß sie bankrott ist.
L.
Juli 1st, 2008 at 09:28
Die blutigen Spiele in Peking nähern sich. Kaum ist das Erdbeben aus der Schlagzeile verschwunden und die Lockerung des Militärstiefels ebenso, da macht das Regime wieder in alter Gewohnheit weiter und meuchelt ein Mädchen in der Provinz Guizhou. Zehntausende protestieren, die Wut richtet sich gegen das Regime und es erfolgen deswegen 300 Festnahmen. Man sieht, Tibet ist keine Ausnahme. All die Schönfärber sollten sich einmal überlegen, wem sie da den Steigbügel halten.
L.
Juli 2nd, 2008 at 03:00
Peking. Seit dem Erdbeben im Südwesten Chinas am 12. Mai seien 700000 Chinesen in der betroffenen Region arbeitslos, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag unter Berufung auf die Provinzregierung. Das Beben der Stärke 8,0 beraubte demnach rund zwei Millionen Menschen ihres Lebensunterhalts. Zudem hätten 1,15 Millionen Bauern ihre Existenzgrundlage verloren. Die UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) bezifferte den Schaden für die Landwirtschaft in der Erdbebenregion am Montag auf sechs Milliarden Dollar (rund 3,8 Milliarden Euro).
Juli 30th, 2008 at 20:31
Eine Zensur findet statt, wenn der Staat es nötig hat.
Nun wird jedermann klar, was das chinesische sozialfaschistische Regime wert ist. Die Tausenden von Korrespondenten, erleben ein IOC, das vom chinesischen Regime an der Nase rumgeführt wurde wegen Pressefreiheit.
L.
August 5th, 2008 at 17:24
Liebe Redaktion von Weltspiegel/ARD,
muss sagen, der Kommentar von Jörg Armbruster zu der Aussage des Herrn Vesper/GRÜNE und Chef der deutschen Olympiamannschaft Menschenrechts Internetseiten mit Nazi Internetseiten und deren Verbot hier gleich zu setzen ist sehr gut und wirft ein Licht auf die Verkommenheit der GRÜNEN.
Sehenswert, die Sendung!
L.
August 7th, 2008 at 16:16
Nun rudert er zurück. Es handele sich um ein Missverständnis meint der Chef de Mission Vesper und er sei falsch verstanden worden. Nur angesichts der pompösen Wandlung in China mit mehr Smog, mehr Autos, mehr Menschenrechtsverletzungen laut ARD-Korrespondent heute, könnte die Wahrnehmung im Olympia-Fieber des Herrn Vesper beim Pilgern zu Mao erheblich gestört worden sein.
Die olympischen Spiele 2008 sind wie 1936 eine Politschau und weder Spiele noch olympisch. Schon 1972 hieß es in München “25 000 Soldaten sind da, das ist der Geist von Olympia”.-
L.
August 7th, 2008 at 22:13
Wer selber Flagge zeigen möchte gegen die Verletzung der Menschenrechte und Pressefreiheit kann die Fahne mit den olympischen Ringen als Handschellen bestellen unter http://www.olympia-protest.de
August 8th, 2008 at 09:01
Wissen wir mittlerweile. Du hast weiter oben (#23) schon einmal Werbung für Deinen Shop gemacht.
August 8th, 2008 at 09:36
Hat jemand den ARD-Bericht gesehen, wie der Sohn des Parteifunktionärs den Bewohner eines abzureissenden Hauses verprügekt hat? Es haben bereits zahlreiche Menschen in Peking deswegen protestiert. Die Häuser mussten für Olympia weichen.
Ich hoffe alle die zu Olympia mit Mao pilgern und da rumjubeln sich darüber im klaren sind, was diese Sinomanie bedeutet.
L.
August 18th, 2008 at 04:30
1972 hieß es in München: 25 000 Soldaten sind da, das ist der Geist von Olympia. In Peking 2008 sind es 100 000.
Auch findet während der Eröffnungsfeier in Peking in Georgien ein gewaltiges Gemetzel unter den Sowjetvölkern statt. Friedlich treffen sich die Schlachter Putin und Bush in Peking.
L.