Die Ladung der An Yue Jiang
Die An Yue Jiang ist ein Frachtschiff der chinesischen Ocean Shipping Company und liegt derzeit vor oder in Durban, Südafrika. Die Quellenlage ist unklar. Teils wird gemeldet, dass das Schiff bislang nicht in den Hafen einlaufen durfte, teils wird gemeldet, die Ware sei bereits auf ihrem Wege.
Übereinstimmend wird berichtet, dass die An Yue Jiang 77 Tonnen Waffen an den Machthaber Mugabe in Zimbabwe liefern soll. Allein 3,5 Millionen Munitionseinheiten für das Schnellfeuergewehr AK47 sollen Teil der Lieferung sein. Südafrikanische Medien wollen den Vorgang aufgedeckt haben.
Die südafrikanische Regierung gibt sich ohnmächtig. Wenn die Schiffspapiere in Ordnung sind, könne man nichts machen, verlautet es aus dem Hause Mbeki. Anscheinend sind diese in Ordnung. Formalismen sind relativ leicht zu erfüllen. (Zur Erläuterung: Zimbabwe verfügt über keinen eigenen Hafen.)
China will sich den Zugriff auf Zimbabwes Platinumvorkommen wohl mit aller Gewalt sichern. Dabei ist man anscheinend der Auffassung, dass die Stützung des 84-jährigen Diktators Mugabe der richtige Weg ist. Koste es Menschenleben, soviel es wolle.
Verständlich. Gleich und gleich gesellt sich gern.

April 19th, 2008 at 15:28
77 Tonnen Waffen… Ganze Menge.
April 21st, 2008 at 21:15
Mir fehlen echt die Worte… für das Geld hätte man eine ganze Menge Nahrung kaufen können
April 22nd, 2008 at 01:38
Platinum….? War das nicht der ominöse Rohstoff aus Galaxy-Wars?
April 22nd, 2008 at 10:31
Die SZ schreibt heute, dass die deutsche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) die Ladung pfänden hat lassen. Bevor die Waffen aber unter Beschlagnahmung genommen werden konnte, verließ das Schiff Südafrika und ist voraussichtlich auf dem Weg nach Angola.
http://www.sueddeutsche.de/,tt5m1/ausland/artikel/20/170521/